Toolbox Interactiondesign


Generative Gestaltung

colorPixel

colorPixel | Programm

Malte Fesser, 30.08.2013 | Generative Gestaltung Goes Analog bei Prof. Dr. Christine Goutrié

Das Programm „colorPixel“ ist das Ergebnis eines Semesterprojektes zum Thema „Generative Gestaltung Goes Analog“. Das Programm dient zur Generierung plakativer Schnittgrafiken und soll, in seinem Funktionsumfang, Einblick in die einzelnen Schritte der Projektarbeit geben.

Das Ziel dieses experimentellen Projektes war die Umwandlung digitaler Bilder in analoge Maschinenbefehle. Als Darstellungswerkzeug dienen einzig Kreise in verschiedenen Größen. Diese werden durch ein Nachziehmesser maschinell in verschiedene Lagen Tonpapier geschnitten. Hierzu werden die einzelnen Bildinformationen durch das Programm ausgelesen, verarbeitet und in Befehle umgewandelt.

Die einzelnen Schritte der Projektarbeit sind im Programm „colorPixel“ durch die Vielzahl an Einstellmöglichkeiten verdeutlicht. Von einem schlichten Schwarz-Weiss-Kleinformat mit gleichmäßigem Raster, bis hin zu einem anspruchsvollen 5-farbigen Plakativ mit intelligenter Kreisanordnung, ist alles möglich.

colorPixel liefert maschinenfertige g-Code- bzw. Vektordateien, welche eine schnelle und einfache Herstellung ermöglichen.

 

colorPixel | Arbeitsbeispiele

Malte Fesser, 30.08.2013 | Generative Gestaltung Goes Analog bei Prof. Dr. Christine Goutrié

Verschieden große Kreise werden in das Material geschnitten. Kombinationen mehrerer Materialien erzeugen neue Farben und Verläufe.

colorPixel | Funktionen

Malte Fesser, 30.08.2013 | Generative Gestaltung Goes Analog bei Prof. Dr. Christine Goutrié

Im folgenden werden die einzelnen Funktionen des Programms näher erläutern:

1. Auswahl.

⦁ Open File – Hiermit lassen sich Bilder in beliebiger Größe und in folgenden Formaten laden (.jpg, .png, .tga, .gif)

⦁ Raster – Über das Bild wird ein gleichmäßiges Raster gelegt. Alle Rasterpunkte sind gleich weit von einander entfernt.

⦁ Voronoi – Nach dem Voronoi-Prinzip werden die Punkte vorerst zufällig platziert. Es folgen dynamische Verbesserungen (hier: „Generationen“).

2. Einstellungen.

⦁ Kreise – Legt die Anzahl der Kreise im Bildbereich fest. Je höher die Anzahl, desto langsamer ist die Berechnung.

⦁ BG_Farbe – Bietet die Möglichkeit zwischen schwarzer und weisser Grundfarbe zu wählen (nicht überall möglich).

⦁ SW – 2-farbige Darstellung. Abhängig von BG_Farbe entweder weisse oder schwarze Punkte.

⦁ 5-farbig – Darstellung mit den Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz, Weiss. Geeignet für Tonpapier.

⦁ 8-farbig – Darstellung mit den Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz, Weiss. Geeignet für farbiges Transparentpapier, da durch Überlagerung Rot, Blau und Grün entstehen.

⦁ Min_Radius – Kleinster Radius. Kleinere Kreise werden nicht dargestellt. Man sollte den kleinsten Radius vorher an der Maschine testen.

⦁ Min_Steg – Kleinster Abstand zwischen zwei Kreisen. Verhindert, dass sich Kreise berühren bzw. das Material zwischen den Kreisen reisst. Sollte ebenfalls getestet werden.

3. Tweaks.

⦁ Smartzoom – Vergrößert automatisch den Kreisdurchmesser der Kreise für eine farbigere Darstellung. Abhängig von Min_Steg.

⦁ Turbo – Nur für Voronoi. Überspringt die erneue grafische Darstellung, arbeitet dadurch schneller. Geeignet für die ersten Generationen der Berechnung.

⦁ Pause – Nur für Voronoi. Pausiert die dynamische Berechnung. Vor dem Exportieren auszuwählen.

4. Export.

⦁ Zentrierung – Fügt der Exportdatei vier Zentrierlöcher außerhalb des Bildes hinzu. Diese sollen später zur Ausrichtung der einzelnen Materialschichten zueinander dienen.

⦁ Breite – Breite des zu bearbeitenden Materials in Millimetern. Passt die Kreisdurchmesser, Min_Radius, Min_Steg usw. entsprechend an.

⦁ Hoehe – Höhe des zu bearbeitenden Materials in Millimetern. Passt die Kreisdurchmesser, Min_Radius, Min_Steg usw. entsprechend an.

⦁ Steg – Mindestbreite und -höhe des nicht zu bearbeitenden Randbereichs des Materials in Millimetern. Ähnlich wie bei einem Passepartout.

⦁ Save Vektor – Speichert eine Vektordatei an gewünschtem Ort. Die einzelnen Farben werden in seperaten Ebenen gespeichert und beschriftet.

⦁ Save g-Code – Speichert mehrere g-Code-Dateien an gewünschtem Ort. Je Farbe eine Datei.

 

Am unteren rechten Rand des Programms befinden sich zwei dunkelgraue Zellen. Diese dienen als Informationsanzeige. Sie geben Informationen zum Prozess sowie zu den einzelnen Funktionen der Buttons.

colorPixel | Ausblick

Malte Fesser, 30.08.2013 | Generative Gestaltung Goes Analog bei Prof. Dr. Christine Goutrié

Für die Weiterführung des Projekts wäre es sicherlich interessant auch einmal andere Formen, wie etwa Rechtecke, Halbkreise oder Vielecke zu verwenden. Auch ungleichmäßige materielle Überlagerungen der einzelnen Kreise wäre interessant.

Wäre noch etwas mehr Zeit, so würde ich mich mit anderen Anwendungsgebieten beschäftigen. Sprühvorlagen für dekorative Bemalung bzw. Beschriftung wäre eine Möglichkeit. Im großen Maßstab könnten im Schnittprinzip winddurchlässige Werbeplakate und Aufsteller produziert werden.

Aber auch moderne Drucker könnten von der intelligenten Punktanordnung profitieren und dadurch Tinte sparen.

 

colorPixel | Download

Malte Fesser, 30.08.2013 | Generative Gestaltung Goes Analog bei Prof. Dr. Christine Goutrié
30.08.2013 | Malte Fesser |