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Swarming

Susann Schulz, 01.10.2013 | Gestengesteuertes Interface
Swarming in Aktion

VORWORT
Das Projekt Swarming entstand während meines Auslandssemesters in Graz im Winter 2012/2013. Das dortige Semesterprojekt umfasste die Fertigstellung aller Projekte aus den vorangangenen Semestern und die Organisation einer Ausstellung, die die gesamten Projektergebnisse des Masterstudiengangs Media, Communication and Interaction Design 2011 an der Fachhochschule JOANNEUM präsentierte. Der Einstieg in das Semester verlief unter den gegebenen Umständen sehr frei und führungslos. Daher beschloss ich ein eigenes Projekt zu starten. Die Themenwahl stand frei zur Verfügung und so wählte ich was mich zu diesem Zeitpunkt am meisten interessierte: Ein gestengesteuertes Interface aus Processing und Kinect.


IDEE
Vorraussetzung für die Konzeptidee: Sie durfte nicht mehr als 5 m² Interaktionsfläche in Anspruch nehmen, da das Projekt in den Räumlichkeiten der Semesterausstellung präsentiert werden sollte.
Entstanden ist eine Wandprojektion die die Besucher der Ausstellung zu einem Spiel einlädt. Das Spiel Swarming ist für maximal drei Personen ausgelegt, wobei die Personenzahl hier stark von den Hardware- (Kinect) und Software (Code) Komponenten abhängig ist. In dem Spiel geht es darum so viele Punkte wie möglich zu sammeln bzw. die gegnerischen Spieler daran zu hindern dies zu tun, um den eigenen Highscore zu sichern. Durch Handbewegungen und bestimmte Handstellungen können Partikel auf der Projektionsfläche bewegt, gesammelt, geklaut oder verstreut werden.

Konzept

Processing generiert eine Aktionsfläche mit Partikeln die auf eine Wand projiziert wird. Die Partikel ruhen zu Beginn des Spiels und während der Spielpausen im unteren Bereich der Aktionsfläche. Sie reagieren auf die Handbewegungen der Spieler, sobald diese von der Kinect erfasst wurden.
Die Hände des Spielers werden auf der Aktionsfläche durch zwei farbige Kreise markiert. Sofort strömen die umliegenden Partikel zu den Hand-Kreisen und sammeln sich zu einem farbigen Schwarm. Dabei spielt der Abstand der Hände eine wichtige Rolle. Werden die Hände nahe beieinander gehalten sammeln sich die Partikel, wird der Abstand vergrößert stoben diese explosionsartig auseinander und mischen sich wieder unter die farbneutralen Partikel. Das Spiel der Schwarmbildung beginnt von vorn.
Der Spieler ist darüber hinaus in der Lage seinen Schwarm über die gesamte Aktionsfläche zu bewegen.

Ziel des Spiels: Den größt möglichen Schwarm sammeln bzw. seine Mitspieler daran hindern dies zu tun. Die Größe eines Schwarms ergibt sich aus der Anzahl der gesammelten Partikel und wird dem Spieler zeitgleich im Schwarm angezeigt. Der Highscore der Spieler wird rechts oben in der Aktionsfläche angezeigt und fortlaufend aktualisiert.
Tritt eine weitere Person in das Spiel kann Spieler 1 vom Spieler 2 bereits gesammelte Partikel assimilieren und so mehr Punkte für sich gewinnen. Dies ist natürlich auch umgekehrt möglich. Jeder neu erkannte Spieler erhält eine andere Farbe für seine Partikel. Verschwindet ein Spieler aus dem Sichtfeld der Kinect verschwinden auch seine Hände von der Aktionsfläche. Sein Highscore bleibt bestehen bis er von einem andere Spieler überboten wird.

Videos

Code

Einzelne Programmierphasen

Das Programm läuft flüssig und beinahe fehlerfrei: Manchmal erkennt die Kinect Spieler, die die Interaktionsfläche wieder verlassen haben, nicht und vergisst somit den Spieler aus dem Speicher zu löschen. Das Programm hängt sich auf muss neu gestartet werden.

Der Projektcode von Swarming steht im Folgenden mit dazugehöriger Codeerklärung zum Download zur Verfügung.

KINECT INSTALLATION + TRACKINGSPIEL

Installationshilfen für Kinect und ein erstes Trackingspiel für Kinect und Processing zum Download.
Trackingspiel: Dieser Handtracker funktioniert nur mit angeschlossener Kinect! Der Quellcode ist so überarbeitet, dass mit der Hand (wird durch einen großer Kreis markiert) ein umherflitzendes Partikel gefangen werden kann.

 

Swarming in der Ausstellung

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18.10.2013 | Susann Schulz |