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Portraits

Portrait – Juliane Bergner

Mein Portrait

Juliane Bergner, 31.08.2013 | Generative Gestaltung Goes Analog bei Prof. Dr. Christine Goutrié

Material

Dünne Pappe

Perfekt geeignet, um hinein, aber auch hindurch zu fräsen, um ein kontrastreiches Bild als Endergebnis zu erhalten. Um einen besonderen Effekt zu erzielen, lässt sich das Portrait hinterleuchten.

Das Portrait wird als invertiertes Bild in die Pappe gefräst. Erst wenn es hinterleuchtet wird, sieht man die Helligkeit der einzelnen ‚Pixel‘ im Originalzustand.

Materialexperimente

Sperrholzplatte (Pappel)

Da Pappel ein sehr weiches Holz ist, lässt es sich sehr leicht mit der Fräse bearbeiten. Je tiefer der Bohrer in das Material eindringt, umso dunkler wird die Färbung des Holzes und am Ende entsteht ein recht kontrastreiches Bild. Um einen noch besseren Effekt zu erlangen, sollte das Holz aber vorher auf der Oberseite farbig angestrichen werden.

Auch ohne aufwendige Nachbearbeitung bekommt man ein sehr sauberes Ergebnis (Bild 1).

 

PP (1 mm dünne Kunststoffplatte)

Auch Kunststoff ist gut zur Bearbeitung mit dem Fräser geeignet.

In meinem Beispiel allerdings habe ich eine sehr dünne Polypropylenplatte auf Pappe geklebt und durch den Kunststoff hindurch in die Pappe gefräst. Für dieses Experiment habe ich die Fräspunkte jedoch zu nah nebeneinander gesetzt, sodass die Kunststoffstege teilweise weggebrochen sind (Bild 2 + 3).

Programmcode

Ich habe den Rapport 3 gewählt, weil ich diesen Abstand zwischen den gefrästen Punkten optimal finde für eine Bildgröße von 100 x 100 Pixel und den Durchmesser des verwendeten Bohrers.

Beim Nachbauen dieses Skriptes ist vor allem darauf zu achten, dass das verwendete Bild die gleiche Größe und Auflösung wie die Bühne in Processing besitzt. Außerdem sollte man zu Beginn des Experimentes festlegen, ob man das Bild als positive oder negative Version des ursprünglichen Fotos gefräst haben möchte und die Werte an der Stelle (map(currBrightness,x,x,x,x)) entsprechend korrigieren.

// Portrait fräsen

PrintWriter output; 
PImage myImg;

// Größe des Bildes (100 x 100 Pixel)
int imageSize=100;

// Setup für die Bühne
void setup() { 

  // Färbt den Hintergrund weiß
  background(255);  
  size(100, 100);  
  
  // Es wird keine einheitliche Strichfarbe festgelegt
  noStroke();
  output = createWriter("portrait.ngc"); 
  output.println("%");
  output.println("G 54");
  myImg=loadImage("portraitJuliane.jpg");
  loadPixels();
}

// Main draw loop
void draw() {
  int rasterRapp=3;
  for (int i=0; i<=imageSize; i+=rasterRapp) {
    for (int j=0; j<=imageSize; j+=rasterRapp) {
      float currBrightness=brightness(myImg.pixels[i*imageSize+j]);
      fill(currBrightness);
      ellipse(j, i, rasterRapp, rasterRapp);

      output.println("G0 X"+j+" Y"+i);

      // Vorschubbewegung G1 ins Material hinein je nach Brightness
      output.println("G1 Z "+(map(currBrightness, 0, 255, 0, -2.7))+" F300");  
      output.println("G0 Z3");
    }
  }
  noLoop();
}

void mousePressed() {
  saveFrame("Portrait.png");
  output.println("M 02");
  output.println("%");
  output.flush(); 
  output.close(); 
  exit();
}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle ist festgelegt, dass der Bohrer umso tiefer ins Material hineingeht, je heller das Pixel ist – jedoch maximal 2.7 mm.

03.09.2013 | Juliane Bergner |